ejh und DW verschmelzen zu Diakoniewerk Oberhausen gGmbH

Genau heute vor einem halben Jahr entstand die Diakoniewerk Oberhausen gGmbH (dwo), eine Verschmelzung der evangelischen jugendhilfe gGmbH (ejh) und des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Oberhausen.

Mit der Fusion nehmen die beiden gemeinnützigen Einrichtungen die Herausforderungen der heutigen Zeit weiter an: Sie gehen gemeinsam alte und auch neue Wege und bedienen die kontinuierlich steigende Nachfrage nach den unterschiedlichsten Hilfsangeboten. Dabei verfolgt das dwo einen ganzheitlichen Ansatz: Als kompetenter Partner im Sozialsystem ist es seine Aufgabe, sich um Benachteiligte zu kümmern – unabhängig vom Alter und von den Lebensumständen – sowie die soziale Landschaft in unserer Region weiterzuentwickeln und konkrete Hilfen unablässig zu verbessern. Dabei kommt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch der fachliche Austausch mit den neuen Kolleginnen und Kollegen zugute, der wertvolle Synergieeffekte mit sich bringt.

Stefan Weltgen und Frank Domeyer teilen sich die Geschäftsführung der Diakoniewerk Oberhausen gGmbH. Stefan Weltgen war zuvor Geschäftsführer der evangelischen jugendhilfe gGmbH (ejh) und Frank Domeyer des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Oberhausen.

Hilfsangebote des dwo umfassen breitgefächerte und hohe fachliche Tätigkeiten

Die breitgefächerten und hohen fachlichen Tätigkeiten des Trägers umfassen unterschiedliche Angebote in den Bereichen Kinder, Jugend und Familie sowie Soziales, Gesundheit und Integration. Um nur ein paar zu nennen: In derzeit 14 Tages- und Wohngruppen und Beratungsstellen bietet das dwo Kindern und Jugendlichen teilstationäre und stationäre Hilfen sowie ambulante Hilfen für Familien. Sowohl an der Grenzstraße als auch an der Elsässer Straße befinden sich Beratungsstellen für volljährige Frauen und Männer, die wohnungslos sind. Im Psychosozialen Gesundheitszentrum (PGZ) unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen mit einer seelischen Erkrankung, bei der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung Menschen mit teils erheblichen finanziellen Sorgen.

dwo hat erste gemeinsame Projekte bereits umgesetzt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des dwo haben die ersten gemeinsamen Projekte bereits umsetzen können. Die Planungen dazu hatten schon im Vorfeld begonnen, sodass beispielsweise im Dezember vergangenen Jahres die Fachberatungsstelle für Frauen in Wohnungsnot – „Lore“ – ihre Arbeit aufnehmen konnte. Die offizielle Eröffnung der neuen Räume an der Elsässer Straße 18 musste aufgrund der damals geltenden Coronaschutzverordnung abgesagt werden; sie soll voraussichtlich im August dieses Jahres nachgeholt werden.

Darüber hinaus hat sich das dwo für den Ausbau der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung
stark gemacht – mit Erfolg. Erst kürzlich stimmte der Sozialausschuss der Stadt Oberhausen einem Antrag auf eine weitere halbe Stelle in der Schuldnerberatung zu. Am Montag, 20. Juni, bestätigte der Rat der Stadt Oberhausen die Entscheidung und beschloss den Antrag einstimmig. Parallel beantragte das dwo bei der Bezirksregierung des Landes NRW eine weitere halbe Stelle in der Verbraucherinsolvenzberatung. Die Entscheidung steht derzeit noch aus.

Gleichzeitig intensiviert das dwo die Zusammenarbeit mit der Stadt Oberhausen. Im Rahmen der Aufsuchenden Arbeit kümmert sich seit Kurzem ein diplomierter Sozialarbeiter um Menschen in Not im Bereich der Stadtmitte. Zusätzlich unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des dwo
das Team des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) bei ihrer Arbeit, Menschen mit Einwanderungsgeschichte Chancen zu eröffnen.

Verschmelzung als Gewinn für die Arbeit mit Menschen

„Wir gehen auf das, was neu ist und uns besonders herausfordert, gern zu und nehmen es an. Wir empfinden die Verschmelzung als Gewinn und sehen der Zukunft optimistisch entgegen. Angst vor dem Neuen haben wir dagegen nicht“, sagt Geschäftsführer Stefan Weltgen. Sein Partner Frank Domeyer ergänzt: „Weil Menschen Menschen brauchen, bieten wir für beinahe jeden Lebensbereich in unserer Stadt professionelle Hilfe – zunächst über 100 Jahre lang als Diakonisches Werk, jetzt als Diakoniewerk Oberhausen gGmbH.“

Weitere Neuigkeiten

„BeWo“-Maßnahme erfolgreich beendet: Alexander* steht auf eigenen Beinen

Der Liebe wegen war der ursprünglich aus dem Bergischen Land stammende Alexander* nach Oberhausen gezogen. Als die Beziehung scheiterte, fand er in einer Wohngemeinschaft in Duisburg ein neues Zuhause. „Meine Mitbewohner hatten allerdings ein massives Drogenproblem“, erzählt der heute 30-Jährige. Um nicht ebenfalls im Drogensumpf zu versinken, hätte Alexander eine neue Wohnung suchen müssen. „Ich hatte schon einmal versucht, selbstständig zu leben – und war gescheitert.“

Erfolgreiches Gartenprojekt mit Klientinnen aus dem „BeWo“

Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beizeiten ihr eigenes Hobby in ihre Arbeit einbringen, ergibt sich mitunter sehr fruchtbarer Boden für großartige Projekte. Im Falle unserer Wohnbetreuerin und Motopädin Nicole Schugall darf man das sogar wörtlich nehmen: Als leidenschaftliche Gärtnerin rief sie im vergangenen Jahr ein Gartenprojekt ins Leben, an dem sich gleich mehrere Frauen aus dem „Betreuten Wohnen (BeWo)“ unserer Fachberatungsstelle für Wohnungslosenhilfe beteiligten.

#wärmewinter: Treffpunkt ist Anlaufstelle für inflationsbetroffene Menschen

Die zusätzlichen Kirchensteuereinnahmen aus der Energiepreispauschale hatten es möglich gemacht: Anfang vergangenen Jahres riefen die Evangelische Kirche in Deutschland und die Diakonie Deutschland die Aktion #wärmewinter ins Leben und finanzierten mit den unerwarteten Mehreinnahmen wichtige Projekte, um vor allem von Energiearmut betroffene Menschen zu unterstützen.

dwo mit Hilfen in neuer „Integreat“-App für Oberhausen vertreten

Die bundesweit bekannte „Integreat“-App ist Mitte vergangener Woche in Oberhausen gestartet. Auch wir sind dort mit verschiedenen Hilfen vertreten.

Lust auf ein Ehrenamt beim dwo? – Infos gibt’s beim Ehrenamtscafé

Wir sind dabei: Nach dem erfolgreichen Start des Ehrenamtscafés im November 2023 geht es am Mittwoch, 21. Februar 2024, im Café Mary und Joe, Platz der Guten Hoffnung 1, des Netzwerks Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (beo) weiter.

Rechtliche Betreuungen: Stadt und Familienhilfe bringen Veranstaltungskalender heraus

Im Zuge der fachlichen Begleitung bietet unserer Betreuungsverein, die Evangelische Familienhilfe Oberhausen e. V., unter anderem verschiedene Veranstaltungen an, zu denen ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer und familiär/persönlich verbundene rechtliche Betreuerinnen und Betreuer gleichermaßen eingeladen sind.

Gute Nachrichten: Fortsetzung unserer Energieberatung bewilligt

Gute Nachrichten für unsere Energieberatung: Die Verlängerung für das ursprünglich bis zum 31. Dezember 2023 befristete Projekt ist kürzlich bewilligt worden, sodass die Energieberatung bis Ende dieses Jahres fortgesetzt werden kann.

Familie A.: Ohne „Endlich ein ZUHAUSE!“ wären wir auf der Straße gelandet

Noch im Frühjahr vergangenen Jahres befand sich Familie A. aus Oberhausen auf ihrem persönlichen Tiefpunkt: Aufgrund einer Räumungsklage standen die Bürokauffrau, ihr Mann und die beiden Töchter plötzlich ohne Wohnung da. „Ich bin mir sicher, dass wir ohne die Unterstützung auf der Straße gelandet wären“, sagt Frau A.

Großes Dankeschön an den Oberhausener Turnverein (OTV)

Wie bereits im Jahr 2022 trafen sich die Sportkinder des OTV (Oberhausener Turnverein) im Alter von vier Jahren bis zu 14 Jahren auch Ende 2023 zum bekannten Jahresabschluss zum Sternschnuppenlauf auf dem OTV-Platz im Kaisergarten. Die dort erlaufene stolze Summe von 1.100 Euro kommt unserem Kinderhaus Känguru zugute.

Mediensprechstunde am #SID2024: “Let’s talk about Porno”

Gemeinsam mit der Stadtbibliothek der Stadt Oberhausen beteiligt sich die Evangelische Beratungsstelle des Diakoniewerks Oberhausen (dwo) am diesjährigen Safer Internet Day (SID) und lädt am Dienstag, 6. Februar, 16 bis 18 Uhr, zu einer Mediensprechstunde mit dwo-Sozialpädagoge Peter Klaß ins Bert-Brecht-Haus an der Langemarkstraße 19-21 ein.

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