Mediensprechstunde am 18. April: Wie schütze ich mein Kind vor Cybergrooming?

… und plötzlich stellst du fest: Der nette Junge, mit dem du in den letzten Wochen ständig geschrieben hast, ist gar nicht Niklas. Und er wohnt auch nicht im aufregenden Berlin. „Niklas“ ist ein Mann mittleren Alters, Name und Wohnort unbekannt. Und er möchte nur eins: sich offline mit dir treffen. Andernfalls …

Tagtäglich werden Kinder und Jugendliche im Netz sexuell belästigt – vor allem in sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram und Snapchat sowie auf Gaming-Plattformen. Man spricht in diesem Fall von „Cybergrooming“, was sinngemäß übersetzt so viel bedeutet wie „online annähern“. Dabei gehen die Täterinnen und Täter – tatsächlich sind die meisten von ihnen Männer – häufig ähnlich vor: Sie geben sich als Gleichaltrige aus, gewinnen das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen und nutzen deren Naivität aus, um sie in ein Abhängigkeitsverhältnis und/oder zu sexuellen Handlungen zu drängen.

Laut einer repräsentativen Befragung durch die Landesanstalt für Medien NRW wurden 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen schon einmal zu einer Verabredung aufgefordert, andere wurden gebeten, die Webcam/Handykamera anzuschalten und sich davor auszuziehen. Manchen wiederum wurde eine Gegenleistung versprochen, wenn sie intime Fotos/Videos von sich schicken. Sollten die Kinder und Jugendlichen ihre Eltern oder Freunde informieren und nicht mitspielen, drohen ihnen die Täterinnen und Täter und erpressen sie.

Juristisch gesehen handelt es sich beim Cybergrooming um ein gezieltes Einwirken auf Kinder und Jugendliche mithilfe technologischer Mittel „mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Das ist eine Form des sexuellen Missbrauchs und in Deutschland strafbar (§§ 176a und 176b StGB). Cybergrooming kann zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren beziehungsweise von sechs Monaten bis zu zehn Jahren führen“, heißt es auf klicksafe.de.

Wie Eltern oder sorgende Bezugspersonen ihre Kinder sensibilisieren und präventiv schützen können, erklärt Peter Klaß, Sozialpädagoge und tätig in unserer Evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Partnerschafts- und Lebensfragen, im Rahmen einer kostenlosen Mediensprechstunde. Diese findet statt am Dienstag, 18. April, 16 bis 18 Uhr, im Clubraum in der ersten Etage der Stadtbibliothek der Stadt Oberhausen im Bert-Brecht-Haus, Langemarkstraße 19-21. Eingeladen sind selbstverständlich auch betroffene Kinder und Jugendliche sowie Fachleute.

Pro Einzelgespräch sind maximal 30 Minuten eingeplant. Wer eine bestimmte Zeit in Anspruch nehmen möchte, kann sich vorab unter Tel. 0208 850 08 70 oder per E-Mail an evangelische-beratungsstelle@diakoniewerk-oberhausen.de anmelden. Natürlich können Interessierte auch einfach so vorbeikommen, eventuell müssen sie dann jedoch mit Wartezeiten rechnen.

Foto: pexels-karolina-grabowska

Weitere Neuigkeiten

Sie können helfen!

Kleiderspenden unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen und sind für unsere Arbeit in der Wohnungslosenhilfe sehr wertvoll. Gleichzeitig stehen wir aktuell vor großen organisatorischen Herausforderungen. Die Menge der eingehenden Kleiderspenden...

Ein neues Jahr liegt vor uns

Die Feiertage liegen hinter uns. Eine besondere Zeit voller Lichter, guter Gespräche und gemeinsamer Momente. Wir haben gefeiert, gelacht und die Zeit miteinander bewusst genossen. Diese Tage geben oft Raum, um kurz innezuhalten, zurückzublicken und neue Kraft zu...

Mediensprechstunde am Safer Internet Day: KI & Chatbots

Beratung für Eltern und Jugendliche Fragen zu Künstlicher Intelligenz, Chatbots & digitaler Mediennutzung?Künstliche Intelligenz und Chatbots wie ChatGPT sind längst Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Sie können beim Lernen helfen und Informationen...

Der Nikolaus ist hier…

Am 04. und 05. Dezember war es wieder so weit: Der Nikolaus besuchte alle Wohngruppen und Tagesgruppen im Diakoniewerk Oberhausen. Mit seinem roten Mantel, dem prall gefüllten Sack und einem herzlichen Lächeln sorgte er für strahlende Gesichter bei Groß und Klein. Die...

Weihnachten mit Wohnungslosen

In der Advents- und Weihnachtszeit ist die Arbeit unserer Wohnungslosenhilfe besonders gefragt. In der kalten und dunklen Jahreszeit suchen besonders viele Personen den Treffpunkt in der Grenzstr. 73 auf, um sich aufzuwärmen, etwas zu essen und zu trinken. Jeden Tag...

SA+M startet neu durch

Nun ist es so weit! Nach der langen Pause, auch durch Corona, finden nun wieder regelmäßige medizinische Einsätze mit SAM, unserem mobilen Angebot der Wohnungslosenhilfe, statt. Ärztinnenund Ärzte des Quali-Net-O (Qualitätsnetz Oberhausener Haus- und Fachärzte e.V.)...

Wir bedanken uns herzlich

Die Kinder unserer Wohngruppe Sterkrade freuen sich über großzügige Spende. Frau Albers und ihre Familie haben im Rahmen einer Feier Spenden anstatt Geschenke für einen guten Zweck gesammelt. Es war ihnen eine große Herzensangelegenheit, dass die Spende für Kinder...

dwo und Stadt bieten gemeinsame Mediensprechstunde

Das Nutzen von Apps wie Snapchat, TikTok und WhatsApp gehört ebenso zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher wie die Begriffe Cybermobbing, Cybergrooming, Internetsucht und Sexting. Gleiches gilt für die Diskussionen, die Familien immer wieder führen, wenn es um die...

Treffpunkt für Wohnungslose erstrahlt in neuem Glanz

Es ist vollbracht: Das Wohnzimmer für die, die keines haben, unser Treffpunkt für Wohnungslose, ist in den vergangenen drei Wochen gründlich renoviert worden.

Familienhilfe informiert über rechtliche Betreuungen und eigene Vorsorge

Das Team der Evangelischen Familienhilfe Oberhausen, unserem Betreuungsverein, weist noch einmal gesondert auf drei Veranstaltungen hin.

Weitere Informationen hier

Besuchen Sie uns auch in diesen Netzwerken und bleiben Sie gut informiert.